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Glühen

Das Glühen stellt in der Werkstofftechnik einen bedeutenden Prozess der Wärmebehandlung dar, mithilfe dessen die Eigenschaften von Werkstücken und Halbzeugen modifiziert werden können. Zu Beginn des Verfahrens wird das Werkstück zunächst auf die sogenannte Haltetemperatur erwärmt. Das Niveau dieser Temperatur hängt von den gewünschten Eigenschaften ab und liegt beim Weichglühen beispielsweise zwischen 650 und 750 °C und beim Normalglühen zwischen 800 und 950 °C. Das Werkstück wird auf diesem Temperaturniveau für eine bestimmte Zeit gehalten, damit sich im Werkstoff ein Gleichgewicht chemischer und physikalischer Vorgänge einstellt. Bevor das Bauteil in der letzten Phase auf die Umgebungstemperatur abgekühlt wird, können mehrere Stunden vergehen. Je nach gewünschtem Ergebnis wird dieses dreiteilige Grundverfahren um weitere Teilschritte ergänzt. Darüber hinaus wird zwischen verschiedenen Glühverfahren unterschieden, die sich hinsichtlich des Temperaturniveaus und der gewünschten Werkstoffeigenschaften unterscheiden. So kann bei Temperaturen von 480 bis 680 °C Stahl spannungsarm gemacht werden. Das bedeutet, dass die Eigenspannungen des Werkstoffs beseitigt werden.